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Chrigel Maurer Hike&Fly Special 2021

Aktualisiert: 19. Jan.

Dieser Hike&Fly Event mit Chrigel Maurer wurde in diesem Jahr zum ersten Mal durchgeführt. Um wettertechnisch die beiden bestmöglichen Tage zu treffen, haben wir uns Dienstag bis Freitag freigehalten. Am Sonntagabend hat Chrigel dann entschieden, dass sich Mittwoch und Donnerstag am besten für unsere Pläne eigneten.


Tag 1

Am Mittwochmorgen trafen wir uns voller Vorfreude und mit grossen Erwartungen im Zug in Wilderswil Richtung Lauterbrunnen. Im Voraus hat uns Chrigel schon einmal grob die Optionen für den ersten Tag mitgeteilt. Auf der halbstündigen Zugfahrt entschieden wir dann in der Gruppe, welche Route wir in Angriff nehmen wollten. Wir wählten die Option mit einer eher kleinen Höhenmeterdifferenz und zwei Flügen, sodass alle möglichst viel von Chrigel’s Know-How profitieren und während dem Aufstieg auch noch das eine oder andere Wort austauschen können, anstatt konstant völlig ausser Puste zu sein. Dies zeichnete sich dann später auch als perfekte Lösung aus.

In Lauterbrunnen angekommen, mussten wir umsteigen Richtung Stechelberg, wo es dann mit der Seilbahn hoch nach Mürren ging. Das idyllische Bergdorf ist ein perfekter Ausgangspunkt für verschiedene Hike&Flys. Wir entschieden uns für die Wasenegg, ein nach Süden ausgerichteter Bergrücken, der um die Mittagszeit mit leichtem Hangaufwind beste Startbedingungen bieten sollte. Bevor es losging, wurden die Daunenjacken verstaut und die Wanderstöcke ausgefahren. Nach dem Motto: Nicht zu warm angezogen und „leicht fröstelnd loslaufen", damit man dann nach 20 Minuten die perfekte Temperatur erreicht. Auf den ersten Metern stellten wir uns alle kurz vor und erzählten, was uns am Gleitschirmfliegen so fasziniert und warum wir an diesem Event teilnahmen. Sehr schnell stellte sich heraus, dass die meisten sehr viel Erfahrung im Berg- oder Leistungssport hatten, jedoch noch wenig Flugstunden am Gleitschirm. Diese Mischung von Persönlichkeiten und Erfahrungen waren immer wieder die Grundlage für sehr spannende Gespräche. Schon bei der ersten Weggabelung teilte Chrigel spannende Kenntnisse von seiner Wettkampferfahrung mit uns. Das Abwägen von Höhenmeter und Distanz, Beschaffenheit und Steilheit des Geländes, sowie Sonne oder Schatten sind alles Faktoren, die am Schluss den Unterschied machen können. Ebenso ist es wichtig, immer mehrere Optionen im Kopf zu haben, damit man immer flexibel bleibt und sich keine Möglichkeiten verbaut. Chrigel verriet uns auch, welche Apps und Programme er für seine Rennen verwendet. Wir entschieden uns dann für den Weg mit moderater Steigung bis hin zum Gipfel, um möglichst effizient zum Startplatz zu gelangen. Während dem Aufstieg wurden immer wieder spannende Themen besprochen. Meistens entwickelten sich die Gespräche aus den Fragen der Teilnehmer. So sind von der Ernährung, über die richtige Kleidung bis hin zum kraftschonenden Einsatz des Wanderstocks, immer wieder sehr vielseitige Diskussionen entstanden.


Beim Startplatz bestätigte sich unsere Vermutung und es wehte ein leichter, thermischer Aufwind. Der Plan war es, nach Lauterbrunnen zurückzufliegen. Einige Teilnehmer äusserten leichte Bedenken wegen ihrer Gleitzahl des Schulschirms oder Miniwings. Deshalb haben wir uns kurzerhand entschieden, auf der vorgelegten Bergflanke eine Aussenlandung zu machen und wieder ein paar Meter aufzusteigen, bevor wir dann zum Landeplatz in Lauterbrunnen flogen. Nach einem längeren Briefing packten wir unsere Flügel zum ersten Mal aus. Alle landeten ein bisschen verstreut, aber nach einem kurzen Hike trafen wir uns alle wieder gesund und munter beim nächsten Startplatz.




Dann folgte der Flug nach Lauterbrunnen. In ruhiger Herbstluft gleiteten wir über Mürren, vor uns das eindrückliche Berner Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Auch der Wasserfall kurz vor dem Landeplatz in Lauterbrunnen war sehr imposant. Gelandet sind wir auf einer kleinen Wiese auf der linken Talseite. Vor dem Start hat Chrigel die Bewilligung vom Heliport eingeholt, damit wir auch jederzeit legal unterwegs waren.





Zu Fuss ging es weiter zur Bushaltestelle und von dort hoch zur Seilbahn Sulwald. Nach einer kurzen Wanderung zur Lobhornhütte haben wir bei prächtigem Panorama unser verspätetes Landebier genossen und das Abendrot an der Eigernordwand bestaunt. Wir waren die einzigen Gäste in der Hütte und wurden köstlich verpflegt. Nach einer kurzen Theorie und einem kleinen Workshop zum Thema Selbsteinschätzung und Zielsetzung gingen wir müde und voller Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett.



Tag 2

Nach dem Frühstück füllten wir unsere Flaschen auf und kauften die letzten Snickers und Shorleys für den Tag ein. Wir machten uns auf den Weg Richtung Schwalmere. Im Schatten ging es von Anfang an ziemlich konstant nach oben, so dass wir schon bald den Sattel erreichten. Über steinigen Grund führte der Weg bis hoch zum Gipfel.





Oben angekommen haben wir den Plan für den nächsten Flug besprochen. Das Ziel war es, am Fusse des Morgenberghorns zu landen und dann nochmals etwa eine Stunde auf den Gipfel zu laufen, um dann von dort aus nach Interlaken zu fliegen. Die Rundumsicht auf der Schwalmere war wunderschön, doch zum starten haben wir dann das tiefergelegene Schneefeld auf dem Sattel bevorzugt. Das Risiko für eine beschädigte Leine wäre bei dem steinigen Untergrund und dem schwachen Wind zu hoch gewesen. Das Schneefeld war sehr flach und der Start gestaltete sich anspruchsvoller als erwartet. Schlussendlich kamen aber alle gut in die Luft und wir machten uns auf den Weg Richtung Morgenberghorn.





Die Landung war für viele eine grosse Challenge, da Aussenlandungen für die meisten Teilnehmer Neuland waren. Doch mit den nötigen Instruktionen von Chrigel, haben es alle sicher runter geschafft.

Der letzte Aufstieg war ziemlich anstrengend. Der Weg ist sehr direkt und steil und wir hatten doch schon einige Höhenmeter in den Beinen von den vergangenen zwei Tagen. Überglücklich waren wir deshalb, als wir dann beim Gipfelkreuz oben ankamen.




Die Distanz nach Interlaken schien sehr weit, weshalb wir auch hier einen Plan B und sogar einen Plan C besprochen haben, falls es doch nicht reichen sollte. Auf der Westflanke hatten wir einen perfekten Aufwind und flogen um den Berg herum nach Interlaken. Der Talwind und die leicht steigende Luft der Krete entlang, verhalf fast allen, den Weg nach Interlaken zu schaffen. Kurze Zeit später sassen wir alle etwas erschöpft aber sehr zufrieden beim Landebier. Wir alle wurden das eine oder andere Mal aus unserer Komfortzone gelockt - sei es körperlich oder fliegerisch. Genau deshalb war es aber für alle eine lehrreiche und gelungene Reise. Bis zum nächsten Jahr!









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